Wer keine Probleme löst, darf sich nicht wundern, dass sich keiner für das Angebot interessiert.

Peter Sawtschenko, Positionierungsexperte

Was sind interessierte Parteien

Man unterscheidet zwischen internen und externen Parteien.
Die interessierten Parteien haben mal mehr und mal weniger relevante Erwartungen an unser Unternehmen. Jedoch müssen wir diese überwachen und für uns bewerten. Es wird empfohlen die Erwartungen und Bedürfnisse der Parteien mindestens einmal im Jahr auf Veränderungen zu überprüfen.

Externe interessierte Parteien

Externe Interessierte Parteien setzten uns als Unternehmen Grenzen oder Regularien vor, an die wir uns zwingend zu halten haben. Sie können aber ebenso auch unser Geldgeber und somit Kunde sein.
Externe interessierte Parteien können, müssen aber nicht unbedingt ein berichtigtes Interesse am Erfolg des eigenen Unternehmens haben. Trotzdem sollten Firmen sich Gedanken darüber machen wer sind meine externen interessierten Parteien, was wünschen sie sich von uns, welche Vorteile können wir erhalten wenn wir auf die Wünsche/Vorgaben der Parteien eingehen und welche Risiken können uns treffen wenn wir es nicht tun?
Externe Interessierte Parteien sind:
Kunden
Behörden
Banken
Partner
Familienmitglieder der Mitarbeiter

Kundenorientierung

Am Anfang und Ende der Kernprozesse eines jeden Unternehmens steht der Kunde. Der Unternehmenserfolg hängt natürlich zu einem großen Teil von den Kunden ab. Es ist daher notwendig, die Anforderungen der Kunden zu ermitteln, diese zu verstehen, zu erfüllen und wenn es möglich ist, sogar die Erwartungen zu übertreffen.

Ein übertreffen der Kundenerwartung wäre als Beispiel ein nicht erwarteter Zusatz. Wahrscheinlich wart ihr alle schon mal beim Italiener. Meiner beispielsweise reicht nach dem Essen immer einen Amaretto-Likör. Beim ersten Essen bei ihm war ich richtig erstaunt und habe mich sehr gefreut. Er hat meine Erwartungen übertroffen, denn die Pizza war lecker wie immer.

Wie aus diesem Beispiel hervorgeht können angenehme Kundenbeziehungen entstehen, welche aus Vertrauen und Kundenzufriedenheit bestehen.

Einbeziehung von Personen

Ist Qualitätsmanagement eine onemenshow oder geht es jeden im Unternehmen etwas an?

QM ist keine Aufgabe nur für Führungskräfte allein. Es sollten mehrere Beteiligte und die Mitarbeiter in Entscheidungen miteinbezogen werden, sodass die komplette Belegschaft dahintersteht und diese umsetzt.

Wäre dem nicht so kann es für einzelne Mitarbeiter ärgerlich sein, dass sie einen Prozess ausführen müssen, obwohl es für sie nicht sinnvoll erscheint und sich der Grund nicht von selbst erschließt. Daher ist Kommunikation der Schlüssel, der die Einbeziehung aller ins QM-Management erfolgreich werden lässt.

Ständige Verbesserung

Wir leben in einer Welt, die sich ständig verändert, und so müssen auch wir und unser Unternehmen uns stetig an die Veränderungen/Verbesserungen anpassen. Schauen wir nur mal 10 Jahre zurück, dann sehen wir im Rückblick wie wir jetzt die internen und externen Prozesse gestalten und wie wir es damals gemacht haben. Ein großer Game-Changer ist wohl die Digitalisierung, sie unterstützt und hilft uns immer bessere Ausbringungsmengen herzustellen. Der kontinuierliche Verbesserungsprozess ist ein wesentliche Bestandteil eines jeden QM-Management, man lernt ständig dazu.

Beziehungsmanagement

Mit welchen Parteien führt Dein Unternehmen denn sowohl eine Beziehung? Dabei kannst Du intern sowie extern denken. Diese Parteien solltest Du immer auf dem Schirm haben und sie in deinem QMS managen

Eine erfolgreiche Steuerung der Beziehungen mit relevanten Parteien – das können Anbieter, Investoren, Kunden, Angestellte und weiter sein – trägt zum nachhaltigen Unternehmenserfolg bei. Denn je besserDu diese Beziehungen pflegst, umso besser kannst Du auf diese einzelnen Parteien eingehen und ihre Bedürfnisse besser verstehen.

Interne interessierte Parteien

Ein Teil des gesamt Kontext der interessierten Parteien sind die internen Parteien. Hierbei handelt es sich im Hauptsegment um die Mitarbeiter aber auch die Geschäftsführer/innen und Gesellschafter. Alle diese Personen haben Erwartungen sowie ein berechtigtes Interesse am Erfolg des Unternehmens und beeinflussen diesen ebenso. Mitarbeiter bspw. wünschen sich eine pünktliche Bezahlung, eine sichere Arbeitsumgebung und die Möglichkeit sich zu entwickeln und im Unternehmen aufzusteigen. Die Geschäftsführung und der oder die Gesellschaft möchten Gewinn machen und ein Team aufbauen welche sie vertrauensvoll unterstützt. Wie sie sehen, interne interessierte Parteien sind eine wichtige Gruppe welche für eine strategische Ausrichtung analysiert und beobachte werden muss. Nutzen sie gerne dafür die folgenden Ansätze, gehen sie auf jeden, beobachten sie Veränderungen und reagieren sie darauf: Erwartungen der Stakeholder
Macht & Einfluss
Auswirkungen auf QM System
Risiko & Konflikte.

Die sieben Grundsätze des Qualitätsmanagement

Die sieben Grundsätze des Qualitätsmanagement sind:
1.Kundenorientierung
2.Führung
3.Einbeziehung von Personen
4.Prozessorientierter Ansatz
5.Ständige Verbesserung
6.Faktengestützte Entscheidungsfindung
7.Beziehungsmanagement

Die gemeinsame Anwendung der 7 Grundsätze sind entscheidend für den Erfolg deines Qualitätsmanagement. Sie sind für jede Unternehmenstyp & -größe anwendbar und sinnvoll.

Führung

Neben der Kundenorientierung spielt ebenso die Führung eine entscheidende Rolle beim Aufbau und der Aufrechterhaltung eures QMS. Führungskräfte sind Vorbilder für die ganze Belegschaft. Sie haben die Aufgabe das Qualitätsniveau der Produkte und Dienstleistungen zu definieren, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen, Ressourcen bereitzustellen, Ziele zu definieren mit denen die Kundenanforderungen erreicht werden.

Prozessorientierter Ansatz

Der prozessorientierte Ansatz ermöglicht es Zusammenhänge und Wechselbeziehungen von Prozessen in der Organisation und dem System so zu steuern, dass die Gesamtleistung der Organisation verbessert werden kann. Durch das erfolgreiche Management der Prozesse, wird eine funktionierende Wertschöpfung geschaffen oder gesichert. Prozesse werden dabei geplant, gesteuert, überwacht und kontinuierlich verbessert. So erzielen Sie beständige und geplante Ergebnisse. Durch den Plan-Do-Check-Act-Zyklus (PDCA) können Sie den prozessorientierten Ansatz umsetzen.

Die Anwendung des prozessorientierten Ansatzes in einem Managementsystem ermöglicht
somit Folgendes:

· Verstehen der Anforderungen und deren fortlaufende Einhaltung;

· Betrachtung der Prozesse im Hinblick auf Wertschöpfung;

· Erreichen einer wirksamen Prozessleistung;

· Verbesserung von Prozessen basierend auf der Bewertung von Daten

Faktengestütze Einscheidungen

Hier ist der Analyst in Dir gefragt. Denn Entscheidungen trifft man am besten anhand von Auswertungen von Zahlen, Daten und Fakten. Es soll vermieden werden die Strategie des Unternehmens rein aus dem Bauchgefühl heraus zu führen. Es muss nicht jeder Prozess mit einer Kennzahl zum Messen versehen werden aber spätestens im Managementreview sollten geeignete Kennzahlen vorliegen, um auch die Wirksamkeit des QMS darzulegen. Geeignete Kennzahlengruppe sind bspw. Finanzkennzahlen, Prozesskennzahlen, Mitarbeiterkennzahlen und Kundenkennzahlen.